Montag, 27. Dezember 2010

ultranoir

Dienstag, 7. Dezember 2010

Freitag, 19. November 2010

strasse der fischenden katze



ich mochte spaghetti mit mayo, und kopfsalat mit mais und mayo, und auch salami mit mayo, obwohl salami mochte ich auch mit ketchup, so wie jede andere art von wurst und würstchen, ich mochte fischbällchen in tomatensoße (konserve) , fertigbuletten ausm supermarkt - kalt, tomatensaft konnte ich literweise trinken (den mag ich heute noch) und von den essiggurken konnte ich ein ganzes glas auf einmal essen, oder zwei, wenn es zwei kleine gläser waren. ich mochte geräucherte makrelle mit bier, und ich aß mindestens eine tafel schokolade täglich. trotzdem war ich dünn. meine nerven verbrannten all die kalorien restlos. ich mochte hausgemachte teigtaschen egal mit welcher füllung (dazu ketchup oder mayo), mit pizza konnte ich mich nicht anfreunden, aber dafür mit pommes (mit viel ketchup), getränke wie cola waren ebenso nicht mein fall, aber dafür starker tee mit viel zucker. 
das war zum glück nur eine phase. in jedem bestimmten lebensabschnitt habe ich ganz bestimmte essensgewohnheiten und vorlieben. und jetzt esse ich nur gesundes zeug. nichts ist mir lieber als gemüse. ich weiß gar nicht warum. klar, ich finds gut, wenn sich leute gesund ernähren, aber es ist nicht nur das. es ist so, dass ich wirklich lust auf gemüse habe. und ich kann das gemüse sehr gut kochen, besser sogar als meine mutter. ich fühle es, wenns richtig ist. ich koche ohne es zwischendurch zu probieren, ich weiß einfach, wie viel salz und gewürze ich dazugeben muss und wanns die richtige konsistenz hat, und ich habs versucht meiner mutter beizubringen genauso zu kochen, aber irgendwie scheint sie ihre gewhnheiten zu hben, die sich nicht so einfach ändern lassen. und sie merkt, dass ich mit ihrem essen nicht 100%tig glücklich bin, deshalb fragt sie mich ständig, wenn sie für mich kocht, wieviel salz sie reintun soll, und bittet mich zu probieren, ob genug salz drin ist.. von daher ist es einfacher, wenn ich von vorn herein alles selbst mache. ich habe scon tausendmal versucht ihr zu erklären, wie man richtig broccoli zubereitett, und es ist verdammtnochmal gar nicht schwer, aber sie nimmt es immer zu spät raus, es ist immer überkocht..
ich denke manchmal, leute, die kein gemüse mögen, wissen bloß nicht, wie man es richtig zubereitet. 
ich habs aber auch nicht gelernt. von kochbüchern halte ich nicht viel, ich gucke mir manchmal die bilder an - in zeitschriften und so, aber ich lese keine rezepte, das ist so furchtbar kompliziert und hoffnungslos.. es macht aber spaß, alles selbst auzuprobieren, und das mache ich. 
ich koche gern, ich ärgere mich, wenn ich dafür nicht genug zeit habe, aber es ist mir viel lieber, als etwas fertiges zu kaufen. leute wundern sich oft, wenn ich zb etwas in der tupperdose zur arbeit für die pause mitbringe. ich rede nicht so gern übers essen, besonders nicht, wenn die leute null verständnis haben. sie fragen nur, um ihre neugier zu befriedigen und um ihrer verwirrung entgegenzuwirken, aber genau dann habe ich am wenigsten lust irgend etwas zu erklären. sie fragen, was alles drin ist, und wie es gekocht wurde, obwohl sie es niemals nachkochen werden, das weiß ich ganz genau, weil sie in der pause pizza bestellen oder was "vom chinesen", und ich lasse mich nicht auf solche gespräche ein, ich mache mir schnell den mund voll, damit die sehen, dass ich gar nicht sprechen kann. ja und selbst wenn jm mir gegenüber gerade auch irgend so ein salat isst und eine avocado aufschneidet, rede ich nicht gern übers essen, das ist einfach sinnlos, so wie übers wetter reden, ja sogar noch viel sinnloser, denn übers wetter kann man ein wenig meckern, weil man dem ja einfach ausgeliefert ist, aber übers essen kann man wohl kaum meckern, man sucht es sich ja selbst aus. manche mögen es zu berichten, was sie alles im laufe des tages oder der woche gegessen haben, und ich denke dann immer, es wäre doch viel besser einfach mal paar minuten lang zu schweigen, als so etwas zu erzählen. ich liebe gemüse: wenn ich in einen gemüseladen gehe, oder in einen bio-supermarkt, wo die auswahl besonders groß ist, wo ich alles anlächelt, jede einzelne rübe und jeder schwarzkohl-bündel, da würde ich am liebsten alles mitnehmen, aber es geht natürlich nicht, und es tut mir so leid, dass all die anderen guten sachen dort liegen bleiben und die meisten von ihnen sehr wahrscheinlich weggeschmissen werde, all die hübschen pilze und zarte zuccinis. aber so etwas erzähle ich niemanden, den ich kenne, denn man würde mich dann wahrscheinlich für verrückt erklären. sie denken ohnehin, es sei nicht normal, gemüse in der tupperdose zur mittagspause mitzubrigen. nur meine mutter versteht so etwas, sie ist aufm land aufgewachsen und sie sieht jeden apfel, jede zwiebel so, als ob sie aus ihrem eigenen garten käme, sie kennt ihren wert. ein ei wäre für sie nicht einfach nur ein ei, sonder Ein EI. wir kennen es beide noch, wie die hühner auf eine ganz besondere art gackern, wenn sie ein ei gelegt haben. oder du kommst in den hühnerstall um wasser zu wcchseln oder so, und da sitzt eine henne in der box, und du gehst langsam ran, um sie nicht zu erschrecken und gehst ganz vorsichtig mit der hand in die box, unter ihre weichen federn und ertastest dort ein warmes frisches ei, welches vor einigen minuten noch nicht da war, und die henne schaut dich verwundert an, aber steht nicht auf, und du nimmst dieses ein in die hand und betrachtest es im halb dunklen stall, manchmal ist es etwas unregelmäßig geformt, manchmal klebt da eine kleine feder dran oder etwas heu aus dem nest, es ist jedes mal ein kleines erlebnis.. aber ich sprach ja eigentlich vom gemüse. beim gemüse ist es nicht weniger interssant, besonders wenn die ersten früchte kommen, wenn man im mai die allerersten jungen kartoffeln ausgraben darf, sie schmecken ganz anders als im spätherbst, wenn man jeden tag sträucher inspiziert und sich tomaten aussucht, die schon reif genug sind um gepflückt zu werden, wenn man den gurken quasi beim wachsen zuschaut  (und umso trauriger ist man dann, wen sie gelkaut werden, aber das ist eine andere geschichte).
ich vermisse das landleben und vlt ist es auch einer der gründe, warum ich gemüse so sehr mag. ich hatte eine phase, in der ich alles mögliche ausprobiert habe wahrscheinlich  um zu verstehen was mir wirklich fehlt und was ich wirklich will. ich hänge sehr an diesen erinnerungen und einige kleine filmchen kann ich auf diese weise immer wieder in meinem  kopf abspielen.

Donnerstag, 18. November 2010

quirkyalones

der neue chef führt in allen bereichen etwas neues ein. so müssen z.b. die mitarbeiter ihre dienstkleidung nicht mehr selbst zu hause waschen. die sachen werden nun gesammelt und in eine wäscherei geschickt. allerdings erfolgt die ausgabe nur einmal wöchentlich. deshalb trifft man immer dienstags fröhlich tanzende und singende pflegekräfte: - hurra! ich habe wider frische hosen!
- na, schau, früher ward ihr nicht so glücklich.




über seine misserfolge bei frauen:
- meinst du ich bin dick?
- nein, liebes, du bist nicht dick. aber unsportlich. du solltest weniger am pc sitzen und dich stattdessen mehr bewegen.
- macht es so viel aus?
- oh ja, und wie! es ist wirklich eine schande, dass die jungs heutzutage nur noch am bildschirm kleben. wer sportlich ist, hat eine ganz andere körpersprache, das macht echt was aus. klingt vllt etwas jäger-und-sammler-mäßig, und es ist in der tat so: nicht die männer, sondern die frauen sind geistig in der steinzeit geblieben. der kerl soll den affen spielen und die mädchen machen sich hübsch für ihn.




- es wird doch langsam kälter. ich friere nachts.
- und was unternimmst du dagegen? ;-)
- ich schlafe auf der anderen seite des bettes, näher zur heizung.




wer denkt sich die wörter für die sicherheitsabfrage aus?
mance scheinen sogar einen sinn zu haben...

Montag, 15. November 2010

kann man sich auch ohne geld einen schönen nachmittag machen?

wollte gerne ins kino, doch in der tasche klimpern nur ein paar münzen. was für ein glück,: montags ist in der photosammlung der SK eintritt frei. ausgestellt werden die großartigen arbeiten von joachim brohm. abstrakte photographie - wenn es so etwas gibt.... ...

und danch gegen sechs uhr: der irrsinnigste sonnenuntergang des jahres wahrschenlich

Sonntag, 14. November 2010

useless dog



drei tage lang hat es geregnet – mal in strömen, mal genieselt, aber ohne unterbrechung, die ganze zeit. Doch der heutige morgen ist unglaublich still. Der himmel ist immer noch grau, aber trocken und zurückhaltend. Sie hat sich ausgeweint und starrt nun einfach nur vor sich hin.

Wenn ich zu viel weinte, sagte meine mutter, ich könnte mir die augen ausweinen. Vor lauter tränen sah ich alles verschwommen. Ich stellte mir vor, wie meine augen sich verflüssigten und aus den augenhöhlen die wangen hinunter liefen. Ich bekam angst blind zu werden – denn das wäre ja das schlimmste überhaupt – und wurde still.




Dienstag, 9. November 2010

making tributes is easy





TWENTY FIVE LOVE



- lass dich fallen, aber nicht gehen





qu'est ce que je fais? - je sors avec le chanel audace

Donnerstag, 4. November 2010

herbstgefühle und flugzeuge




weißes licht läuft aus den augen. es übberströmt alles. es wird warm. das beluftungsrohr brummt friedlich. nach fünf minuten höre ich stimmen. sie erzählen.




er ist enttäuscht: es ist wieder nicht das, was er wollte. ich kann nichts dafür. ich würde ihn beruhigen, ich würde ihn behalten, aber sein gesicht löst sich auf. er steigt in den flugzeug und lässt mich wieder allein.



N. lächelt immer, wenn wir uns begegnen. heute ist sein lächeln doppelt so breit wie sonst... ach ja, das ist ja das erste mal seit dem urlaub, dass wir uns sehen, und ich habe eine neue frisur.

S. fragt, ob es mir gut geht - ich sehe danach aus, als ob mich etwas quäle. - wissen sie, jeder hat seine sorgen, - sagt sie, - aber UNS darf man es nicht ansehen.



ein bleistift kann niemals alle fragen beantworten, etwas bleibt immer frei - die luft zum atmen.

Dienstag, 2. November 2010

herbstgefühle und flugzeuge





Hr B wiegt über 120 kilo und leidet an depressionen. aber er zeichnet. gestern habe ich von ihm drei bilder bekommen. sollte er irgendwann erblinden, sagt er, bringt er sich um.


Hr M schleppt sich aus dem zimmer um die suppe zu loben, die er alternativ von uns bekommen hat. wie wenig manche zum glücklichsein brauchen - wirklich beneidenswert.

für heute war regen versprochen. es regnet - aber nur gelbe blätter. die sonne scheint. ich muss mich nicht aus dem bett treten - der körper kommt ganz von alleine in die vertikale, und die stimmung auch.

Donnerstag, 28. Oktober 2010

Mittwoch, 27. Oktober 2010

luigi y luca

< nichts ist wirklich provokativ heutzutage, und es macht auch keinen sinn mehr zu provozieren. provokation ist nur einer der unzähligen aspekte des mainstreams. es geht dabei nicht darum den geist und den körper zu befreien, sondern viel mehr darum, oberflächliche coolness darzustellen. (...)


so zu tun, als sei man ikonografisch, wurde paradoxerweise zur platten zelebrierung aller bereits existierenden ikonen, wobei jedes bild gleiches gewicht hat und gut und böse auf der selben ebene stattfinden. die konsequenz ist ein sinnloser nihilismus,der nichts kommuniziert. er befreit weder das bewusstsein der konsumenten noch bietet er etwas neues. er ist vielmehr ein übertriebenes spiel einer kultur, die erkennt, dass sie dem ende entgegensteuert.

provokation ist für alle, poesie und tiefgründigkeit sind nur für wenige. (...)

der essenzielle drang aler menschen ist die suche nach sich selbst. es scheint aber so, als ob die moderne gesellschaft aufgesetzte heiterkeit als ersatz für etwas anderes benutzt. es fehlt den menschen an emotionalität. >


precht

< wir verlangen nicht nach befriedigung, wir befriedigen uns durch verlangen. die stetig neu entfachte unzufriedenheit gehört zum modernen kapitalismus untrennbar dazu. satte bürger sind schlechte konsumenten.>


Dienstag, 26. Oktober 2010

Montag, 25. Oktober 2010